ElternStube


🌿 ElternStube


Jeden Monat ein Thema, das Familien bewegt.

Elternsein bringt so viele schöne Momente mit sich – und gleichzeitig immer wieder Situationen, in denen wir uns fragen: Wie mache ich das eigentlich richtig? Was braucht mein Kind gerade? Und was brauche ich selbst?

In der ElternStube nehmen wir uns Zeit für diese Fragen.

Jeden Monat schauen wir gemeinsam auf ein anderes Thema aus dem Familienalltag. Mit fachlichem Input, praktischen Impulsen, kleinen Übungen und Raum für Austausch.

Dabei geht es nicht darum, die eine richtige Methode für alle Familien zu finden.
Es geht darum,
Kinder besser zu verstehen, sich selbst besser kennenzulernen und neue Perspektiven für den eigenen Alltag zu entdecken.

Denn Kinder brauchen keine perfekten Eltern.
Sie brauchen Erwachsene, die ihnen mit Interesse, Respekt und Vertrauen begegnen.


1. 🧸 Zeit zum Spielen


Was Kinder im Spiel wirklich brauchen

Kinder spielen nicht, weil sie nichts Besseres zu tun haben.

Spiel ist ihre Art, die Welt kennenzulernen.

Wie entwickelt sich das Spiel eines Kindes? Welche Spielsachen passen zu welcher Entwicklungsphase? Wie viel braucht ein Kind eigentlich – und wann ist weniger mehr?

Wir schauen darauf, wie Kinder durch eigenes Tun lernen und warum es so wertvoll ist, ihnen Zeit und Raum für selbstständiges Spiel zu geben.

Dabei geht es auch um unsere Rolle als Erwachsene:
Muss ich mein Kind beschäftigen? Muss ich ihm zeigen, wie etwas funktioniert? Oder darf ich manchmal einfach beobachten und darauf vertrauen, dass mein Kind seinen eigenen Weg findet?

Wir schauen gemeinsam, wie eine Umgebung aussehen kann, die Kindern wirklich etwas zutraut.


2. 🌱 Bedürfnisorientiert begleiten


Was braucht mein Kind wirklich?

Bedürfnisorientierte Erziehung – davon hören wir heute überall. Aber was bedeutet das eigentlich im echten Familienalltag?

Was ist ein Bedürfnis und was ist ein Wunsch? Muss ich jedes Bedürfnis meines Kindes erfüllen? Und was passiert, wenn die Bedürfnisse von Kind und Eltern miteinander kollidieren?

Wir schauen darauf, was Kinder mit ihrem Verhalten ausdrücken möchten und wie wir ihre Bedürfnisse wahrnehmen können, ohne dabei unsere eigenen aus dem Blick zu verlieren.

Dabei geht es auch um Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit: Was kann mein Kind schon selbst? Wo darf es eigene Erfahrungen machen? Und wann braucht es mich?

Bedürfnisorientiert zu begleiten bedeutet nicht, dem Kind jeden Wunsch zu erfüllen. Es bedeutet, das Kind ernst zu nehmen und ihm gleichzeitig einen verlässlichen Rahmen zu geben.


3. 🌿 Grenzen setzen


Ein liebevolles Nein – und warum Kinder Grenzen brauchen

Kinder möchten entdecken, ausprobieren und selbst bestimmen. Und genau das dürfen sie auch.

Gleichzeitig brauchen sie Erwachsene, die Orientierung geben und Verantwortung übernehmen.

Was ist ein „gutes“ Nein? Wie können wir eine Grenze setzen, ohne unser Kind dabei kleinzumachen? Und warum darf ein Kind wütend oder enttäuscht sein, wenn wir Nein sagen?

Wir schauen auch auf die verschiedenen Autonomiephasen – von der ersten großen Autonomiephase über die Wackelzahnpubertät bis hin zur Pubertät – und darauf, was hinter dem starken Wunsch nach Selbstbestimmung steckt.

Denn Autonomie ist wichtig. Ein Kind darf eigene Entscheidungen treffen, seinen Willen entwickeln und Selbstwirksamkeit erfahren.

Aber nicht jeder Wunsch muss erfüllt werden.

Wir suchen nach einem Weg zwischen Freiheit und Führung, zwischen den Bedürfnissen des Kindes und denen der Eltern – und danach, wie Beziehung auch dann bestehen bleiben kann, wenn die Antwort einmal ganz klar Nein lautet.


4. 🌼 Gefühle begleiten


Wut, Tränen und all die großen Gefühle

Kleine Kinder fühlen intensiv. Sie können innerhalb weniger Sekunden von fröhlich zu wütend, von neugierig zu verzweifelt wechseln.

Wie können wir mit diesen großen Gefühlen umgehen?

Müssen wir unser Kind immer beruhigen? Was braucht ein Kind, wenn es weint oder wütend ist? Und warum müssen wir ein Gefühl nicht sofort „wegmachen“?

Wir schauen darauf, wie wir Gefühle begleiten können, ohne sie zu bewerten oder zu unterdrücken.

Dabei geht es auch um uns selbst: Was passiert in mir, wenn mein Kind laut wird? Welche Gefühle kann ich gut aushalten – und welche bringen mich schnell an meine eigenen Grenzen?

Ein Kind muss nicht aufhören zu weinen, damit es ihm wieder gut geht. Manchmal braucht es einfach jemanden, der bleibt.


5. 🌙 Schlafen


Zwischen Nähe, Bedürfnissen und eigenen Wegen

Schlaf beschäftigt viele Familien. Manche Kinder finden schwer in den Schlaf, wachen häufig auf oder brauchen nachts viel Nähe. Andere schlafen gut – bis sich plötzlich alles verändert.

Was brauchen Kinder, um sich sicher und geborgen dem Schlaf überlassen zu können?

Wie entwickelt sich Schlaf? Welche Rolle spielen Nähe und Verlässlichkeit? Wie können Rituale helfen? Und wie finden wir einen Weg, der zu unserem Kind und zu unserer Familie passt?

Auch das Familienbett darf dabei Thema sein.

Wir schauen nicht nach dem einen richtigen Schlafmodell, sondern auf das Kind, seine Signale und die Bedürfnisse der gesamten Familie.

Denn Schlaf darf nicht zum Kampf werden, bei dem einer gewinnen muss.


6. 💬 Sprachentwicklung


„Wann spricht mein Kind endlich?“

Die Sprachentwicklung eines Kindes ist faszinierend. Aus Blicken, Lauten und Gesten werden erste Worte – und plötzlich scheint jeden Tag etwas Neues dazuzukommen.

Was ist in welchem Alter typisch? Wie können wir Sprache im Alltag begleiten, ohne ständig zu korrigieren oder zu fördern?

Wir schauen darauf, wie wichtig echte Begegnung, Zuhören und gemeinsames Erleben für die Sprachentwicklung sind.

Denn Sprache entsteht nicht nur dann, wenn wir mit unserem Kind üben.

Sie entsteht in Beziehung.

Beim Wickeln, Essen, Spielen, Spazierengehen, Trösten und gemeinsamen Entdecken gibt es unzählige Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu sein und dem Kind Raum zu geben, sich mitzuteilen.



7. 🌱 Selbstständig werden


„Ich kann das schon!“

Kinder wollen von Anfang an selbst tätig sein. Sie wollen greifen, ausprobieren, sich bewegen, essen, aufstehen, klettern und Dinge auf ihre eigene Weise entdecken.

Doch manchmal sind wir Erwachsenen schneller.

Wir helfen, bevor das Kind fragen kann. Wir greifen ein, bevor es schwierig wird. Wir zeigen den Weg, obwohl das Kind vielleicht gerade seinen eigenen sucht.

Was bedeutet es, einem Kind wirklich etwas zuzutrauen?

Wie viel Unterstützung ist hilfreich – und wann wird Hilfe zur Einmischung?

Wir schauen auf die Entwicklung von Selbstständigkeit und darauf, wie wir unseren Alltag so gestalten können, dass Kinder aktiv beteiligt sein können, eigene Erfahrungen machen und an ihren Aufgaben wachsen dürfen.

Nicht schneller.
Nicht perfekter.
Sondern
im eigenen Tempo.


8. 🌿 Achtsame Pflege


Wickeln, Anziehen, Essen – kleine Momente großer Beziehung

Wickeln, Anziehen, Waschen, Essen – im Alltag mit einem kleinen Kind gibt es unzählige Pflegesituationen.

Oft erleben wir sie als etwas, das schnell erledigt werden muss.

Aber was wäre, wenn gerade diese Momente besondere Möglichkeiten für Begegnung wären?

Wie können wir unserem Kind ankündigen, was wir tun? Wie können wir seine Signale wahrnehmen und ihm Zeit geben zu reagieren? Wie kann ein Baby schon bei der Pflege beteiligt sein?

Wir schauen darauf, wie aus alltäglicher Pflege gemeinsame Zeit und echte Begegnung entstehen kann.

Und vielleicht entdecken wir dabei, dass ein kleines Kind viel mehr versteht, wahrnimmt und beitragen kann, als wir manchmal denken.


9. ❤️ Selbstwert


Wie Kinder Vertrauen in sich selbst entwickeln

Wir wünschen uns Kinder, die sich selbst vertrauen und mit einem guten Gefühl durchs Leben gehen.

Aber wie entsteht dieses Vertrauen?

Braucht ein Kind viel Lob? Oder etwas ganz anderes?

Wir schauen darauf, wie Kinder Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit entwickeln und welche Erfahrungen ihnen dabei helfen: Ich kann etwas selbst. Ich darf ausprobieren. Ich darf Fehler machen. Ich werde gesehen.

Dabei geht es auch darum, Kindern nicht immer sofort zu helfen, sondern ihnen Zeit zu geben, eigene Lösungen zu finden.

Manchmal ist unser größtes Geschenk an ein Kind nicht die schnelle Hilfe, sondern unser Vertrauen:

„Ich sehe, dass du es selbst versuchst. Ich traue dir das zu.“


10. 🌊 Wenn alles zu viel wird


Stress im Familienalltag – für Kinder und Eltern

Kinder können wunderbar sein. Und gleichzeitig können sie uns manchmal unglaublich fordern.

Es ist normal, dass Eltern erschöpft sind, gereizt reagieren oder irgendwann merken: Jetzt ist meine Grenze erreicht.

Wir schauen darauf, wie Stress in Familien entsteht und was dabei im Kind und in uns selbst passiert.

Was hilft, wenn alles gleichzeitig kommt? Wie können wir Situationen frühzeitig wahrnehmen? Und welche kleinen Möglichkeiten gibt es, wieder mehr Ruhe und Entlastung in den Alltag zu bringen?

Dabei geht es nicht darum, immer gelassen zu bleiben.

Es geht darum, sich selbst wahrzunehmen, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen und nach Wegen zu suchen, wie Verbindung auch in schwierigen Momenten möglich bleibt.


11. 🌸 Achtsamkeit mit Säuglingen und Kleinkindern


Achtsamkeit, die im Alltag lebendig wird

Achtsamkeit ist ein großes Wort. Aber wie fühlt sie sich eigentlich im Alltag mit einem kleinen Kind an?

Achtsamkeit bedeutet nicht, den ganzen Tag vollkommen ruhig, geduldig und präsent zu sein.

Es bedeutet, wirklich hinzuschauen.

Was zeigt mir mein Kind gerade? Was brauche ich selbst? Wann möchte ich eingreifen – und wann könnte ich meinem Kind einfach Zeit geben?

Wir schauen auf kleine alltägliche Situationen und darauf, wie bewusste Momente von Aufmerksamkeit und Begegnung eine Beziehung stärken können.

Nicht als neues Programm für Eltern, sondern als Einladung, manchmal einen Moment langsamer zu werden.

Wahrnehmen. Beobachten. Dasein.


12. 🌻 Meine Kindheit – und mein Elternsein



Was bringe ich aus meiner eigenen Geschichte mit?

Manchmal reagieren wir auf unser Kind und fragen uns hinterher:

„Warum hat mich das jetzt eigentlich so getroffen?“

Unsere eigene Kindheit begleitet uns – auch wenn wir längst erwachsen sind.

Welche Vorstellungen von Erziehung haben wir selbst erlebt? Was möchten wir weitergeben? Was möchten wir vielleicht anders machen?

Und welche Stimmen hören wir manchmal in unserem Kopf, wenn wir mit unseren eigenen Kindern umgehen?

Mit kleinen Übungen und Perspektivwechseln schauen wir auf unsere eigene Geschichte und darauf, wie sie unser Elternsein beeinflussen kann.

Denn wir können nicht alles aus unserer Vergangenheit verändern.

Aber wir können bewusster entscheiden, was wir davon weitertragen möchten.